Kanzleikooperation: UnternehmerKompositionen

Zwei renommierte Unternehmen kooperieren im Bereich grenzüberschreitendes Stiftungsmanagement in Deutschland, der Schweiz und in Liechtenstein. Prof. Dr. Dr. Olaf Gierhake, LL.M. und… mehr...

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Zwei renommierte Unternehmen kooperieren im Bereich grenzüberschreitendes Stiftungsmanagement in Deutschland, der Schweiz und in Liechtenstein.

Prof. Dr. Dr. Olaf Gierhake, LL.M. und Steuerberaterin Dipl.-Kffr. (FH) Anja Gierhake, LL.M. vom Institut für Vermögensschutz sowie Rechtsanwalt und Steuerberater Thorsten Klinkner von der Rechts- und Steuerberatungsgesellschaft UnternehmerKompositionen haben eine grenzüberscheitende Kooperation beschlossen. 

 „Wir nehmen wahr, dass der Stiftung als Instrument zur Vermögensnachfolge und zum Vermögensschutz gerade bei Familienunternehmern eine immer größere Rolle zukommt. Der Wille des Stifters und klare ethische Grundsätze bilden für uns die Leitlinien zum Umgang mit dem künftigen Stiftungsvermögen. Grenzüberschreitend errichtete Stiftungen eröffnen deutschen und schweizerischen Stiftern zusätzliche rechtssichere Gestaltungsmöglichkeiten, deshalb bündeln wir unsere vorhandenen Kompetenzen an den Standorten Meerbusch (Deutschland), Rapperswil (Schweiz) und Triesen (Liechtenstein)“, sagt Thorsten Klinkner, der mit seiner Frau Adelheid Klinkner die deutsche UnternehmerKompositionen GmbH seit dem Jahr 2012 aufgebaut hat.

Die Kooperation befasst sich mit der Konzeption, der Umsetzung und dem laufenden Management von Familienstiftungen und anerkannt gemeinnützigen Stiftungen im deutschsprachigen Raum. Die Experten für Stiftungen und Vermögensschutz nutzen grenzüberschreitend alle rechtlichen und steuerlichen Möglichkeiten, beraten Unternehmerpersönlichkeiten und deren Familien ganzheitlich und begleiten Familien bei generationenübergreifenden Fragestellungen.

Gerade die Familienstiftung steht im Fokus der renommierten Berater. Wesentliche Vermögensbestandteile, zum Beispiel Unternehmensbeteiligungen oder größere Portfolios mit Immobilien oder Wertpapieren, werden unter dem eigentümerlosen Dach der Familienstiftung verselbstständigt und dort langfristig vor Zersplitterung geschützt. An einer Stiftung bestehen nämlich, anders als bei einer Personen- oder Kapitalgesellschaft, keine vermögenswerten Mitgliedschafts- oder Beteiligungsrechte. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, daß das Familienvermögen auch langfristig für die Familie erhalten bleibt und den Begünstigten generationsübergreifend und bedarfsgerecht zu Gute kommt.

„Der Fokus der Aktivitäten des Institutes für Vermögensschutz wird auf dem interdisziplinären Management von Familienstiftungen mittelständischer Unternehmer liegen, das sowohl das Anlagemanagement eines länderübergreifend verteilten Familienvermögens als auch die Betreuung von begünstigten Familienmitgliedern in verschiedenen Wohnsitzländern umfasst“, stellt Olaf Gierhake heraus. Er betreut seit vielen Jahren Unternehmer und vermögende Privatpersonen bei der Errichtung grenzüberschreitender Vermögensschutzlösungen und tritt regelmäßig als Buchautor und Fachreferent in Erscheinung.

„Unsere Mandanten bringen ihre eigenen, detaillierten Vorstellungen in die konkrete Ausgestaltung der Stiftung ein und schaffen so eine individuelle und zukunftsorientierte Eigentümerstruktur für das Familienvermögen. Das ethische und wirtschaftliche Wertesystem der Mandantenfamilie bildet das Fundament der Familienstiftung als künftige Eigentümerin des Unternehmens und weiterer Vermögenswerte“, betont Anja Gierhake, die als im deutschen, schweizerischen und liechtensteinischen Recht versierte Steuerberaterin bereits eine Vielzahl von grenzüberschreitenden Stiftungserrichtungen begleitet hat.

Insgesamt beschäftigten die kooperierenden Unternehmen heute zwölf Mitarbeiter mit komplementären Qualifikationen. Sie arbeiteen interdisziplinär mit persönlichen Beratern von Unternehmern, insbesondere mit Rechtsanwälten, Steuerberatern, Treuhändern, Psychologen, Vermögensverwaltern, Family Offices und auch mit Ärzten zusammen, um individuelle Stiftungslösungen für die Mandantenfamilie und ihr Vermögen zu strukturieren und dauerhaft umzusetzen.

Pressekontakt

UnternehmerKompositionen (Schweiz) AG
Prof. Dr. Dr. Olaf Gierhake, LL.M.
Zürcherstr. 139

CH-8645 Rapperswil-Jona


E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Internet:www.vermoegensschutz.info

Rapperswil, im Oktober 2017

Prof. Dr. Dr. Olaf Gierhake

In diesen Tagen erscheint die neue wissenschaftliche Arbeit des Bestsellerautors Dr. Gerd Kommer in der Fachbuchreihe "Abhandlungen zum Wealth Management" des Instituts für Vermögensschutz. Das Buch ist bereits im Buchhandel und bei Amazon (Link) in Druckausgabe oder als Ebook erhältlich.

Zum Inhalt

In den Medien beherrschen unablässig Anlagechancen und -risiken mit kurzfristigem Ereignishorizont die Schlagzeilen und damit wohl die Aufmerk­samkeit der Anleger. Modische Investmentthemen sind z.B. Nachhaltig­keit, demographischer Wandel, China und Gold. Aktuelle Risikothemen sind die "Eurokrise" oder die "Verschuldungs­krise" der Industriestaaten.

Es ist seit vielen Jahren das Verdienst von Gerd Kommer, abseits vom tages­aktuellen Mediengetöse darauf hinzuweisen, dass "Krisen" – in einer länger­fristigen Perspektive – leider immer etwas ganz Normales waren und wohl auch immer etwas ganz Normales bleiben werden. Längerfristige Anlage­konzepte mit Wertpapieren, die an regulierten Finanzmärkten gehandelt werden, müssen deswegen so angelegt werden, dass sie sowohl über eine jahrzehntelange Ansparphase, als auch über eine jahr­zehntelange Entsparphase hinweg und unabhängig von der jeweiligen "crisis of the day" möglichst zuverlässig Anlageergebnisse nach Berücksichtigung aller Kosten und Steuern liefern.

In einer solchen Langfristperspektive rücken eine Reihe von Aspekten, die der Anleger typischerweise nicht oder kaum im Blickfeld hat, in den Mittelpunkt des Interesses. In Gerd Kommers Dissertation (veröffentlicht 2012), die ebenfalls vom Institut für Vermögensschutz betreut wurde, entwickelte er ein für Privatanleger und verselbständigte Zweckvermögen (etwa Stiftungen) praktikables und auf den aktuellen Erkenntnissen der Forschung fußendes Konzept, wie derartige Kapitalmarktanlagen organisiert werden müssen, um langfristig mit einem hohen Sicherheitsgrad gute Ergebnisse zu erzielen. In der damaligen Arbeit standen Kapitalmarkt- und Kostenaspekte im Mittelpunkt der Betrachtung. Die nun vorliegende Arbeit erweitert diesen Ansatz um eine zusätzliche Perspektive, der die langfristige Rendite für Privatanleger und verselbständigte Zweckvermögen in ähnlich hohem Maße beeinflusst, wie die laufende Kostenbelastung durch Fi­nanzdienstleister: die Steuerbelastungen.

Bei einem international diversifizierten Anlageportfolio, wie es Gerd Kom­mer z.B. mit seinem "Weltportfolio" vorschlägt, werden Wertpapiere wie Aktien und Schuldverschreibungen zumeist indirekt über kostengünstige passive Investmentfonds, häufig ETFs, in Wertpapierdepots einer Bank gehalten. Bei einer derar­tigen typischen Konfiguration werden mehrfache Steuerpflichten in einer Viel­zahl von Län­dern begründet, die allesamt nach ihrem jeweiligen nationalen Steuerrecht An­sprüche auf bestimmte Teile der Portfolioerträge erheben. Beteiligt sind (1) diejenigen Länder, in denen der Anleger seinen Wohnsitz hat, zudem (2) die Domizilländer, in denen die jeweiligen Investmentfonds verwaltet werden, weiterhin (3) die bis zu 50 Quellenländer, aus denen die Investmenterträge aus Unternehmensbeteiligungen (Dividenden) und Schuldverschreibungen (Zinsen) stammen und schließlich möglicherweise auch noch (4) diejenigen Länder, in denen die Privatanleger ihr Wertpapierdepot unterhalten.

Regelmäßig erheben die genannten Staaten erst einmal unabhängig voneinander den Maximalsatz derjenigen Steuern, der sich aus ihren nationalen Steuerrechten ergeben könnte. Steuererleichterungen und –rückzahlungen – die dem Anleger etwa auf der Grundlage bestehender internationaler Abkommen zur Vermeidung von Doppelbesteuerungen zustehen – werden regelmässig erst dann gewährt, wenn die Anspruchsgrundlagen hierfür seitens des Anlegers lückenlos nachgewiesen werden.

Man kann davon ausgehen, dass sich der typische Privatanleger, z.T. aber auch institutionelle Anleger z.B. von privat- und gemeinnützigen Stiftungen, dieser Situation nicht bewusst sind und sie sich daher nicht um derartige Dinge kümmern. Auch die Bank oder der ggf. vorhandene Vermögensberater fühlt sich häufig nicht für die Umsetzung der erforderlichen grenzüberschreitenden Anträge und Prozesse verantwortlich. Man darf deswegen schlussfolgern, dass Privatanleger und z.T. auch institutuelle Anleger häufig deutlich mehr Steuern zahlen, als sie müssten und als ihnen bewusst ist.

Gerd Kommer zeigt, dass der Anleger durch eine sachgerechte Organisation der Kapitalanlagen auch und gerade bei Verwendung von Indexfonds die effektive laufende Steuerlast signifikant senken kann. Die tatsächliche laufende Besteuerung der Dividenden lässt sich hierdurch etwa von z.T. über 60% auf bis zu 15% und die laufende Besteuerung von Zinsen auf bis zu 0% reduzieren. Einem Privatanleger sollte diese Situation nicht einfach egal sein, da sich durch den Zinseszinseffekt über die Jahrzehnte durchaus substanzielle Langfristwirkungen auf die gezeitigten Anlageergebnisse ergeben.

Gerd Kommer untersucht in der vorliegenden Arbeit diese Effekte näher und zeigt konkrete Wege auf, wie das von ihm im Rahmen seiner Vorarbeiten ("Souverän Investieren mit Indexfonds und ETFs" (1. Aufl. 2002) und seiner Dissertationsschrift (2012)) entwickelte Anlagekonzept auch steuerrechtlich – auf für Privatanleger prakti­kable Weise – optimiert werden kann.

Zum Autor und zur Buchreihe

Dr. Gerd Kommer ist in leitender Funktion bei einem Asset Management-Unternehmen in London tätig. Mit seinem Investmentratgebern "Souverän Investieren" und "Mieten oder Kaufen" weist er seit über zehn Jahren vielen Privatanlegern den Weg für langfristig erfolgreiche Anlagestrategien. In vielen Fällen geschieht das zum Leidwesen von Banken und Finanzproduktanbietern, deren überholtes Vertriebsmodell er wohlbegründet und pointiert in Frage stellt.

Das vorliegende Buch ist seine Masterarbeit im LL.M.Studiengang für internationales Steuerrecht, das Kommer an der Universität Liechtenstein absolvierte. Es führt inhaltlich seine wirtschaftswissenschaftliche Dissertationsschrift aus dem Jahre 2011 fort, die ebenfalls vom Institut für Vermögensschutz betreut wurde.

Die Arbeit erscheint als 4. Band der Fachbuchreihe "Abhandlungen zum Wealth Management" des Instituts für Vermögensschutz, welche als Forum für wissenschaftliche und gleichzeitig praxisorientierte Arbeiten im grenzüberschreitenden Wealth Management für Privatpersonen im deutschsprachigen Raum dient. Ein besonderer Schwerpunkt der Reihe liegt auf interdisziplinären Ausarbeitungen im internationalen Steuerrecht, im Gesellschafts-, Stiftungs- und Trustrecht sowie im Bereich des Asset Managements.

Rapperswil, im Juli 2015

Prof. Dr. Dr. Olaf Gierhake

Das eintägige Seminar "Vermögensschutz für deutsche Immobilien mit Auslandsstiftungen" vermittelt einen fundierten Überblick über die Möglichkeiten und Grenzen, wie Auslandsstiftungen heute von vermögenden Privatpersonen als äußerst leistungsfähige Investitionsvehikel für deutsche Immobilien genutzt werden können.

Anhand einer Vielzahl von Fallbeispielen werden Lösungen vorgestellt, wie im Privatbesitz gehaltene Immobilien äußerst steuer- und rechtseffizient mit Hilfe von Familienstiftungen in Österreich oder Liechtenstein bewirtschaftet werden können. Anmelden kann man sich direkt bei der International Real Estate Business School der Universität Regensburg (IREBS)

Rapperswil, 5.5.2015